Kinder & Familie

St.-Dionysius-Kita, Von-Galen-Kita, St-Georg-Kita, Familienzentrum St. Dionysius

Katholische Kindertageseinrichtung St. Georg

Die Katholische Kindertageseinrichtung St. Georg befindet sich im Havixbecker Ortsteil Hohenholte. In zwei Gruppen werden 40 Kinder im Alter von 2-6 Jahren betreut.

Öffnungszeiten

Montag - Donnerstag: von 7 - 16:30 Uhr

Freitag: von 7.00 - 14.00 Uhr je nach gebuchtem Betreuungsumfang

 

Schließungszeiten:

  • zwischen Weihnachten und Neujahr
  • in den Sommerferien drei Wochen
  • drei weitere Tage (pädagogische Planungstage und Havixbecker Erziehertag)

Ansprechpartner

Leiterin    Anja Overhaus - Kath. Kindertageseinrichtung St. Georg

                 Am Stiftsgraben 4  - 48329 Havixbeck-Hohenholte

Telefon    02507 – 1341

E-Mail      kita.stgeorg-hohenholte@bistum-muenster.de

 

Rückblick auf das Kindergartenjahr 2020/2021

Im vergangenen Kindergartenjahr sind leider noch einige bekannte Aktivitäten wegen der Pandemie ausgefallen. Dennoch konnten wir nach der langen Zeit des eingeschränkten Regelbetriebs ab Mitte Februar voll durchstarten. Aus unseren Angeboten haben wir ein paar Schwerpunkte für alle interessierten Leser zusammengefasst:

Die Vorschulkinder heißen in unserer Kita „Wackelzahngruppe“ und wir sind zunächst mit der Verkehrserziehung gestartet, was sonst immer durch die Mitarbeiter der Polizei begleitet wird haben wir für unsere Vorschüler angeboten, damit der Weg zur Schule sicher bewältigt werden kann. Im Laufe des Kita Jahres konnten wir uns noch den Farben, Zahlen, Formen, Alltagspraktischen Hilfen und unserem ganz individuellen Abschiedslied widmen. Im Juli konnten wir dann auch wieder die Übernachtung für die zukünftigen Schüler in unseren Räumen anbieten. Auch wenn der Ablauf etwas anders war als die Jahre zuvor, so war es dennoch eine tolle Veranstaltung mit viel Spaß und einem echten Räuber Hotzenplotz!

Wir haben mit den Kindern in diesem Kita Jahr noch zwei Projekte umgesetzt. Eines zum Thema „Walddetektive- wir entdecken den Wald“ und eines zum Thema „Bienenstück- Blütenpracht aus Kinderhand“ beides stellen wir hier vor:

 

BIENENSTÜCK – BLÜTENPRACHT AUS KINDERHAND

Wir sind eine naturverbundene Kita die Wert darauf legt Kindern möglichst vielfältige Möglichkeiten zu geben sich aktiv und mit allen Sinnen mit der Natur auseinandersetzen zu können.

Unser großes Außengelände bietet uns hierfür vielfältige Anregungen. Einzelne Projekte zu unterschiedlichen Naturthemen regen immer wieder zu neuen Ideen an. Innerhalb des letzten Jahres hatten wir so z.B. die Möglichkeit mit Hilfe eines Habitats die Entwicklung der Raupe zum Schmetterling lebensecht mitzuerleben.

Auch das Säen und Ernten von Gemüse durch den Einsatz eines Hochbeetes ist unseren Kindern gut bekannt. Dies wird immer gerne geerntet und gegessen. Als wir von ihrem Projekt „Blütenpracht aus Kinderhand“ hörten dachten wir uns, dass dies eine gute Erweiterung des Wissens der Kinder ermöglichen könnte. Einige Kinder unserer Einrichtung sind immer wieder sehr fasziniert von Insekten und die Lupendosen unserer Einrichtung sind fast täglich im Einsatz.
Warum diesem Interesse nicht mehr Raum geben? Nur Wo?

Die Baustelle muss erst mal abgesperrt werden

Zunächst fiel uns eine nicht mehr ansehnliche Grünfläche der Gemeinde vor der Kita ein. Im Verlauf der Überlegungen und gemeinsamen Gesprächen mit den Kindern haben wir uns dann für eine andere Fläche auf dem Außengelände unserer Kindertagesstätte entschieden, da hier die Aufsicht und die Nähe zu den Kindern mehr gegeben ist. Hier wurde vor geraumer Zeit eine Erweiterung des Weidentipis geplant, leider ist dieses nicht richtig angegangen, so dass sich nun die Gelegenheit für die neue Idee bot: „Wir möchten eine große Insektenwiese mit Barfußgang,“ entschieden die Kinder.
Sofort war klar, dass wir hier auf die Mithilfe von Erwachsenen und Großgeräten angewiesen sind:
„Wir brauchen einen Minibagger“ um die Fläche zu lockern und vom Rasen zu befreien.
„Wir möchten Erdbeeren und Kräuter haben“
„eine Kräuterspirale“
„wir brauchen auch eine Bank “
„…und was zum Barfuß laufen“
„Blumen für die Schmetterlinge, Bienen“ und andere Insekten.

Das erste spannende Highlight war für die Kinder der Einsatz des Minibaggers, der die Fläche von Rasen befreit hat. Hier musste so einige Wurzel von Hand entfernt und einzeln auf die Schaufel gebracht werden.

Nun wurde mit viel Kraft und dem Einsatz von kleinen und großen Händen eine Kräuterspirale aus Ibbenbürener Sandstein angelegt. Im Anschluss brauchten wir viele kleine Hände und deren Kinder-LKWs um den Sand in die entsprechenden Mulden zu füllen. Dann erst mal der Einsatz von Wasser für die Beteiligten und das angelegte Beet.
Daraufhin wurde die ersten Pflanzen in die Kräuterspirale gepflanzt. Da auch noch ein Barfußgang geplant war, mussten zunächst Kisten organisiert und Steine verlegt werden. Eine anstrengende, aber sehr viel Spaß bringende Arbeit. Auch die Entscheidung was in die Kisten soll war schnell gefällt, dennoch dauert alles seine Zeit und es muss auch einen große Portion Geduld mitgebracht werden.

Jetzt konnten wir mit dem Einsäen der Blumen beginnen. Immer wieder kamen der Spaten und natürlich auch Kindergießkannen und der Gartenschlauch zum Einsatz.
Dieser wurde besonders bei wärmeren Temperaturen sehr gerne genommen. Um das Wachstum der Blumen zu schützen, wurde zunächst von unseren „Bauarbeitern/innen“ alles professionell mit Absperrband gesperrt. Immer wieder wurde kontrolliert ob schon etwas wächst und inzwischen sind die ersten Stengel schon 2 cm lang und auch die ersten Erdbeeren konnten schon geerntet werden und wurden als „köstlich“ eingestuft. Es wurden auch Stöcke und Lineale herangezogen um das Wachstum genauer festzuhalten.


Mit Hilfe eines Kettcars, Schubkarren und eigener Körperkraft wurden schwere Steine, Rindenmulch, Knöpfe und Korken in den Barfußgang integriert und alle konnten es nicht erwarten die ersten Barfußerfahrungen in den Kisten zu machen.
Da wird es für das ein oder andere Kind schon mal wackelig unter den Füßen, aber auch die ruhige und besonnene Auseinandersetzung mit den Materialien macht den Kindern sichtlich Spaß.

Nun warten wir gespannt auf die neue Blütenpracht und möchten für durstige Insekten noch eine Insektentränke bauen. Das ein oder andere Kind hat auch noch die Hoffnung, das die Schmetterlinge die im letzten Jahr bei uns geschlüpft sind unsere Blumenwiese besuchen.
Jeden Tag beobachten die Kinder ob und wie weit die Stengel gewachsen sind, es sind nun schon einige Zentimeter. Wir hoffen auf das baldige Erscheinen der Blüten. Auch die Instandsetzung (Positionierung der Steine) und gelegentliche Aufräumen liegt den Kindern am Herzen.

Wir sagen Danke für den Impuls ihrerseits und werden das nun erstellte Gelände noch langfristig nutzen. Nach den Ferien möchten die Kinder die Entstehung von Marienkäfern erforschen und erleben, damit knüpfen wir an das Thema an.
Wir freuen uns auf weitere Entdeckungen und Erfahrungen

 

Projekt: Walddetektive - wir lernen vom Wald

In der Gruppe der St.Georg-Bande mit Kindern zwischen 4 und 6 Jahren:

wir haben im Rahmen unseres Frühjahrsthemas „Natur“ gezielte Waldtage angeboten, zu denen wir mit der gesamten Gruppe den Vormittag im Wald verbracht haben. Diese Waldtage wurden unsere Detektiv, also unsere Entdeckertage. Entsprechend der zuvor von den Kindern geäußerten Fragen wurden thematisch ausgerichtete Detektiv-Fragestellungen mit in den Wald genommen. In den Anschlusstagen wurden die Fragen und bereits gewonnen Antworten in der Kita aufgegriffen und auf den Kitaalltag und die eigene Lebenswelt übertragen.

 

1. Walddetektive: Wasser im Wald und Wasser in der Kita
So begannen wir, nachdem unsere Kids  mit der Ursprungsfrage: was passiert mit dem ganzen Wasser im Wald, wofür braucht der Wald das Wasser zu uns kamen, ganz gezielt mit der Detektivaufgabe: schaut mal nach was der Wald mit dem Wasser macht, was glaubt ihr wo der Wald Wasser benötigt und wo es hingeht.

In der Nachbearbeitung haben wir uns in der Kita mit Wasser beschäftigt, wir haben erforscht welche Materialen wieviel Wasser aufsaugen, wie man Wasser filtern kann, wie man mit Wasser waschen kann, wir haben Kinder Fotos machen lassen, wo sie Wasser in der Kita finden, und wir haben besprochen, wofür wir es alles benötigen.

Bereits zum Auftakt unserer Thematik im Herbst gemachter Wassergewinnungsspiele mit großen Schläuchen im Garten werden, gerne auch bei Regen, in Eigeninitiative der Kinder widerholt.

Zur Erweiterung sind wir auch auf das Wetter und alternsentsprechend auf den Wetterkreislauf eingegangen, auch dazu gab es schöne Experimente mit Dampf und schmelzendem Eis. Für die Gruppe haben die Kids einen Wetterkalender täglich mit der Prüfung und Ansage zur Wetterlage bestückt.

 

2. Walddetektive: Pflanzen im Wald und Pflanzen in der Kita
Um das Pflanzenwachstum in der Natur besser und auch langfristig detailliert beobachten zu können haben wir die ersten entdeckten Knospen mit Schleifen versehen. Jedes Kind hatte so seine eigene Beobachtungspflanze. Wir begannen thematisch mit der Geschichte von der Blumenfee und säten daraufhin  Tomatenpflanzen an. Diese wurden beim täglichen Wachstum beobachtet und letztendlich mit nach Hause gegeben. Einige Kinder brachten auch Pflanzen aus dem Garten mit in die Kita und jede einzelne Frühlingsknopse wurde wahrgenommen.

 

3. Walddetektive: Tiere im Wald und Tiere in der Kita
Ein weiterer Tag für unsere Walddetektive galt dem Thema Tiere im Wald. Wir haben ausdrücklich Insekten gesucht und diese Beobachtet. Anhand der vielen Aussagen unserer schlauen Kinder können Sie feststellen was sie von den Tieren lernen. Zudem wurde Behutsamkeit im Umgang mit den kleinen Tieren vermittelt und warum sie es so gut im Wald haben. Natürlich waren einige auch traurig, dass die Tiere im Wald bleiben mussten, aber es war ihnen auch gleichermaßen nachvollziehbar: was im Wald lebt will dort auch bleiben.

In den folgenden Tagen brachten einzelne Kinder mit Insekten (Käfer, Spinnen, erste Maikäfer) mit in die Kita, mal lebendig, mal getrocknet. Alle haben diese bestaunt, unter den verschiedenen Lupen beobachtet und vor allem haben sie diese liebevoll Wahrgenommen. Die vom Projektgeld angeschafften Wannen, Lupen, Lupenbecher, Insektendosen wurden fortan tatsächlich täglich mit Kleintieren bestückt, sogar fliegende Insekten wurden kurzzeitig eingefangen und im Nahen betrachtet.


Zukünftig wird auch der Regenwurmschaukasten thematisch genutzt und zwar bestimmt nicht „nur“ für Regenwürmer.

 

4. Walddetektive: Spiele im Wald und Spiele in der Kita

Es wurden auch einige Walddetektiv Tage mit kreativen Spielideen im Wald veranstaltet. Diesmal haben wir Inhalte und Ideen aus dem Kitaalltag mit in den Wald genommen und festgestellt, was man dort mit den Ressourcen des Waldes umsetzten kann.

 

5. Walddetektive: Bewegung im Wald und Bewegung in der Kita

Mit der Vorschulgruppe waren wir die neue Slagline im Wald „einweihen“. Nach einem Blind-Parcour der viel Vertrauen in seinen Spielpartner erfordert, war Mut und Balance auf der Slagline gefragt. Wir wünschen uns dies Angebot gezielt als Vorschulaktivität, denn der Schritt in die Schule 
Zukünftig nutzen wir für unsere Waldtage und kleinen Ausflüge mit Freude den neuen faltbaren Bollerwagen.

 

In der Gruppe der kleinen Drachen mit Kindern zwischen 2 und 3 Jahren:
Hier wurde das Thema ins spielerische Erleben des Gruppenalltags eingebaut. Kurze Besuche im Wald und vor allem eine intensive Auseinandersetzung mit dem Schwerpunkt Huhn und Vogel hat die Kinder der U3 Gruppe über viele Wochen beschäftigt.

Nachdem an den ersten Waldtagen das Interesse an Natur und Insekten geweckt war, hat sich herausgestellt, dass es für die jüngeren Kinder unserer Einrichtung wichtig ist begreifbare Tiergrößen näher ins Auge zu fassen.
Deshalb wurden Küken im vollständigen Prozess vom Ei bis zum jungen Huhn großgezogen. Im Anschluss hatten die Kinder noch unendlich viele Fragen zu anderen Tieren, insbesondere zu Vögeln.

Und so gab es ein Anschlussthema: Vögel. Von verschiedenen Futterstationen am Beobachtungsfenster über Singkreis Spiele zu Vogel und Huhn, nebst Vogelplakaten und Bilderbüchern, bis hin zu einer Vogelschaukel die als besonderes Highlight auch Eltern begeisterte. Hier haben sich nämlich im Laufe der Zeit nicht nur Spatzen und Maisen, sondern auch Tauben, Raben, Spechte und Eichhörnchen eingefunden. So kamen die Tiere buchstäblich zur Kita, ins Blickfeld unserer Kinder und es wurde nicht nur gestaunt, beobachtet und kindgerecht gelernt (Papa das ist keine Maise, das ist eine Blaumaise) sondern vor allem erlebt. Diese Abenteuer werden unsern Kindern noch lange im Gedächtnis bleiben.

Die Trainingstreppe Zwergenspitz wurde in der U3 Gruppe sofort aktiv bespielt. Auf diesem indoor Spielgerät können auch Kinder, die noch nicht so sicher laufen und klettern auch im Gruppengeschehen trainieren was sie im Wald auf unebenen Boden gut brauchen können.

 

Wir möchten der Stiftung „von klein auf Bildung“ unser herzliches Danke-schön aussprechen, wir haben durch Sie so viele Neuanschaffungen getätigt. Nun können wir aktive Walddetektive bleiben und die Themen grenzenlos erweitern und auf Kinderwunsch jederzeit neu starten.

Hoffentlich konnten Sie sich einen kleinen Einblick in unsere Arbeitsweise verschaffen,

es grüßt das gesamte Kita Team!