Start mit Umsicht

29.04.20

Ab dem 1. Mai gibt es die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen wieder Gottesdienste feiern zu dürfen. Zugleich sind wir von einer realistischen Einschätzung, wann von einem Normalzustand des liturgischen Angebotes gesprochen werden kann, noch weit entfernt.

 

Der Pfarreiratsvorstand hat sich mit den notwendigen Voraussetzungen beschäftigt. Die Vorbereitungen werden es ermöglichen, am Samstag, 9. Mai um 18 Uhr in St. Georg und am Sonntag, 10. Mai um 8 Uhr in St. Dionysius die ersten heiligen Messen zu feiern. Die Verantwortlichen wollen mit Bedacht und Umsicht in dieser sensiblen Zeit beginnen. Markierte Gottesdienstplätze garantieren die Einhaltung des Mindestabstands. Ein Begrüßungsdienst wird die Gottesdienstbesuchenden empfangen. Sie haben gleichzeitig ordnende Funktion. Daraus ergeben sich in St. Dionysius 40 Plätze, in St. Georg 40 Plätze. Die Platzzahl kann sich erhöhen, da häusliche Gemeinschaften beieinander sitzen können. Wer an seinem Platz angekommen ist, kann den Mundschutz ablegen. Die Orgelemporen bleiben geschlossen. Es kann und wird so passieren, dass die Kirche „voll“ ist, auch wenn die Bänke nicht gefüllt sind. Das ist in Geschäften etc. nicht anders.

 

 

 

Zunächst werden ab dem 9. Mai gefeiert:

  • samstags, 18 Uhr in St. Georg
  • sonntags, 8 Uhr und 18 Uhr in St. Dionysius
  • sonntags, 9.30 Uhr in St. Georg (nicht am 10. Mai, da dann um 10 Uhr die erste heilige Kommunion unter den Auflagen gefeiert wird)
  • donnerstags, 19 Uhr in St. Dionysius

Vermutlich aktuelle Planung für die nächsten 14 Tage.

Wir empfehlen, das eigene Gesangbuch mitzubringen. Die Kommunionspendung erfordert besondere Aufmerksamkeit und wird vor den Gottesdiensten jeweils erläutert. Grundidee dabei ist die Benutzung von „Einbahnstraßen“ mit Sicherheitsabstand.

 

Mit den gemachten Erfahrungen und den sich ändernden Umständen und Vorgaben soll das Angebot dann angepasst werden.

 

Bei aller Vorfreude haben diese und jede andere „Lösung“ unter den restriktiven Bedingungen in dieser Zeit einen Beigeschmack. Der Magdeburger Bischof Gerhard Feige hält – so Vatican News - die wieder erlaubten Gottesdienste unter den gegebenen Bedingungen für ausgrenzend. „Nur eine geringe Zahl von Gläubigen wird nach bestimmten Kriterien zugelassen. Nicht die Kranken und Schwachen dürfen kommen, sondern nur die Starken und Gesunden.“ Die Aktion Maria 2.0 appelliert in einem offenen Brief an unseren Bischof: „Gott braucht uns bei den Menschen, denn sie tragen sein Antlitz. Gewiss braucht er uns nicht, um in diesen Zeiten die Kirchen zu beleben, wenn nicht alle eingeladen sein können und die, die kommen ein Risiko eingehen.“

 

Der Umgang mit der Situation fordert wie in Schulen und Geschäften Rücksichtnahme, Geduld und Frustrationstoleranz. Besonders schmerzlich empfinden die Verantwortlichen, dass die Gottesdienste zunächst ohne den Dienst unserer sehr geschätzten Messdienerinnen und Messdiener stattfinden müssen.

Weiter bleiben die Kirchen offen. Und manche*r nutzt die gewohnte Gottesdienstzeit, um den Raum mit eigenen Gebeten und Gesängen zu bereichern.