Ökumenische Kirchennacht

11.11.18

Samstagnachmittag in St. Dionysius. Töne klingen an, Pfeiler und  Gewölbe sind in buntes Licht getaucht, Lichtkreise schweben durch den Raum. Noch haben nicht alle ihren Platz gefunden. Um 18 Uhr wird es still, von der Orgelbühne erfüllt Musik den Raum. Dann wird es im Chorraum lebendig. Die jüngsten Akteure, die Diotonis, stimmen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der ökumenischen Kirchennacht auf den gemeinsamen Abend ein: „Singen wollen wir! Komm sing mit!“ Das lassen sich die Anwesenden nicht zweimal sagen. Die ganze Kirche kommt in Bewegung.

Eingetaucht in stimmungsvolle Lichtdynamik  tragen Chöre, Instrumental Ensembles und Solisten ausgewählte Stücke  quer durch Zeiten und Kulturen vor. Da erklingen bekannte Loblieder wie der meditative Gesang aus Taizé „Laudate omes gentes“, das „Halleluja“ von L. Cohen, sowie „Lieblingsmensch“ von Namika.  Mit „You raise me up –  Du machst mir Mut“ beschließen Kirchenchor und Cantate einen ersten musikalischen Teil. Aufgegriffen werden diese Themen im anschließenden Impuls mit dem Titel „Ein Lob auf das Loben“, einem humorvollen Experiment. Die Botschaft: Negativschlagzeilen und Kritiklust einfach mal nette Komplimente entgegenzusetzen und damit zu überraschen. Wie sehr die Sehnsucht nach Frieden und Freiheit auch im tradierten Liedgut verankert ist, wird durch die Beiträge der Gruppe Vivente, des Frauen- und Mädchen-  und des Gospelchors deutlich. Ihre ausdrucksstarken Interpretationen nehmen die Zuhörer mit hinein in das flehentliche Bitten „Lord have mercy"  und in den Dank „Thank you Lord, I am free“. Die Mauern von St. Dionysius erbeben als der Männergesangverein seine Darbietungen gipfeln lässt in dem Beitrag „Er wird herrschen“. Instrumentalstücke von Orgel, Querflöten, Saxofon und Cello geben Raum, um Impulsen durch Wort und Gesang nachzugehen.  Bei so viel Engagement und Einsatz für das Gelingen dieser Nacht  sollte der abschließende Segenswunsch auf vorhandenes, fruchtbares Erdreich fallen: ‚Dass die Liebe wächst, wo einer dem anderen das Wort des Lebens entschlüsselt. Wo der eine dem anderen Weg und Schlüssel zum Himmel wird.‘ Maria Lohmann vom Veranstaltungsteam brachte in ihren abschließenden Dankesworten die Anerkennung über das Engagement und die enorme musikalische Vielfalt in Havixbeck zum Ausdruck. Stimmungsvoll erklingt dann noch einmal von allen gemeinsam: ‚Der Mond ist aufgegangen‘. Draußen regnet es.